Bertil Wewer besucht die Hüsunginsel

Bertil Wewer besucht die Hüsunginsel und spricht mit Vertretern der Anwohner

von links nach rechts: Florian Kiefer mit Sohn, Bernd Szczepanski, Bertil Wewer, Dr. Mielke, Dr. Bernhard Jenschke. Klick für größere Darstellung.

So stellt man sich das vor: Ein Kandidat schaut einen nicht nur vom Wahlplakat an, sondern kommt auch vorbei, um sich selber ein Bild vor Ort zu machen. Und sich auch vom kräftigen Regen davon nicht abhalten lässt. Für die Anwohner der Hüsunginsel war es eine sehr positive Überraschung, dass Bertil Wewer (Grüne) nicht nur spontan vorbei kam, sondern auch gleich den  Fraktionsvorsitzenden der Grünen in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung, Bernd Szczepanski. mitbrachte. So waren alle Voraussetzungen erfüllt, den Willen der Anwohner nicht nur zu erläutern, sondern auch gleich über Handlungsmöglichkeiten eingehend zu diskutieren. Die Vertreter der Anwohner werden die Anregungen gern aufgreifen und in die Tat umsetzen.

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Keine Baumfällungen im Hüsung in der Hufeisensiedlung

Die Hufeisensiedlung ist UNESCO-Weltkulturerbe. Auch der Anwohnerschaft der Hüsunginsel ist bewusst, dass damit entsprechend hohe Denkmalschutzauflagen verbunden sind. Aber es gibt Grenzen! Und diese werden bei den Planungen für die Hüsunginsel weit überschritten. Was das Bezirksamt dort plant, soll der Anwohnerschaft ohne die Chance zur Mitsprache aufgezwungen werden. Dazu sagen wir NEIN!

Konkret: Das Bezirksamt plant folgende Maßnahmen auf der Hüsunginsel, die von der Anwohnerschaft nahezu geschlossen abgelehnt werden:

  • Mehr als 50 Prozent der Bäume sollen »entnommen« werden, was im Klartext bedeutet, dass gesunde Bäume der Kettensäge zum Opfer fallen. Deren Wachstum haben Teile der Anwohnerschaft über Jahrzehnte verfolgen können.
  • Die Hecke soll komplett weggerissen und neu gepflanzt werden.
  • Obendrein soll der Rasen mit seinen wunderschönen Frühblühern zerstört und neu angelegt werden.

Und das sind die Bäume, die bleiben würden, wenn es nach dem zuständigen Planungsbüro ginge:

Hüsung nach dem Kahlschlag

Verbleibende Hüsungbäume nach dem denkmalpflegerischen Eingriff. Klicken für größere Darstellung.

Dazu sagen wir NEIN!

Diese Aufstellung ist einer schriftlichen Auskunft von Stadtbaurat Thomas Blesing vom 14. Februar 2011 entnommen.

Was ist die Motivation des Bezirksamtes für diese Planungen?

Kurz nach Verleihung des UNESCO-Welterbetitels wurde von der Bundesregierung das finanziell gut ausgestattete Welterbestättenprogramm aufgelegt. Ein seltener Glücksfall, der es dem Bezirksamt und anderen Beteiligten ermöglicht, lange Zeit Versäumtes in Ordnung zu bringen und auch einige Grünbereiche wieder denkmalgerecht herzurichten. Das ist aber nicht immer gelungen.

So wurde der Hufeisenvorplatz zu einer naturfernen und öden, aber denkmalgerechten und pflegearmen Brache verwandelt, die gesunden Hainbuchen rund ums Hufeisengebäude durch denkmalgerechte Kugelrobinien ersetzt. Bei aller Kritik sind dies Schritte, die sich mit einigen Anstrengungen durchaus begründen lassen.

Die Situation auf der Hüsunginsel ist mit den vorgenannten Projekten in keiner Weise vergleichbar: Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben über Jahrzehnte die unterschiedlichsten Bewuchsformen erlebt. Das Grün war immer lebendig und konnte sich entwickeln – ganz so, wie Bruno Taut es gedacht hat. Die jetzige Gestalt verleiht dem Hüsung seinen anheimelnden, dorfangerähnlichen Charakter. Nicht umsonst verweilen viele Touristen unter der zentralen Linde und nehmen die Atmosphäre auf.

Richtig ist, dass die Hüsunginsel der Pflege bedarf.

Es darf aber nicht sein, dass jahrelanges Nichtstun des Bezirksamtes mit einer einmalig aus dem Welterbestättenprogramm finanzierten Gewaltaktion ausgeglichen wird. Pflege bedeutet mehr, als zweimal im Jahr den Rasen zu mähen!

Es darf nicht sein, dass unter dem Deckmäntelchen der Denkmalpflege gesunde Bäume »entnommen« werden und die Anmutung der Hüsunginsel gegen den Willen der Anwohnerschaft zerstört wird. Dazu sagen wir NEIN!

Wir fordern als Anwohnerschaft und als steuerzahlende Bürgerinnen und Bürger:

  1. Keine Fällungen! Statt dessen: moderates Beschneiden des Baumbestandes und Anpflanzung von zwei weiteren Bäumen im Westteil der Hüsunginsel!
  2. Erhalt der Frühblüher! Aufarbeiten der Rasenflächen statt Neuanlage!
  3. Erstellung eines Gutachtens durch eine neutrale Stelle, ob es möglich ist, die Hecken aufzuforsten!
  4. Nachhaltige Verwendung der verfügbaren öffentlichen Gelder. Dauerhafte, also nachhaltige Pflege statt aktionistischer Baumfällungen.

Dazu sagen wir Ja!

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Schreiben an Staatssekretärin Hella Dunger-Löper anlässlich der Eröffnung der Infostation in der Hufeisensiedlung am 24. August 2012

Als wir erfuhren, dass die Eröffnung der Eröffnung der Infostation in der Hufeisensiedlung am 24. August 2012 in Anwesenheit von Frau Staatssekretärin Hella stattfinden würde, wandten wir uns mit der Bitte um Unterstützung an die Dame:

Eröffnung UNESCO-Infostation am 24. August 2011
hier: geplante Baumfällungen auf der Hüsunginsel

Sehr geehrte Frau Staatssekretärin,

am kommenden Mittwoch werden Sie bei der Eröffnung der UNESCO-Infostation in der Hufeisensiedlung sprechen, zu der die Deutsche Wohnen AG und der BBU gemeinsam einladen. Wie Sie unserem »Logo« entnehmen können, ist es das Anliegen der Hüsung-Anwohnerschaft, mit bürgerschaftlichen Mitteln die Fällung von Bäumen auf der Hüsunginsel zu verhindern. Um dies zu erreichen, haben wir uns mit den zuständigen Neuköllner Behörden in Verbindung gesetzt und auch die Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung um Unterstützung gebeten. Eine kurze Darstellung des Sachverhalts und einige illustrierende Bilder fügen wir als Anlagen bei.

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Schreiben an alle Fraktionsvorsitzenden der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung

Swehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende,

die Hufeisensiedlung ist UNESCO-Weltkulturerbe. Uns ist bewusst, dass damit entsprechend hohe Denkmalschutzauflagen verbunden sind. Aber es gibt Grenzen! Und diese werden bei den Planungen für die Hüsunginsel weit überschritten. Was das Bezirksamt dort plant, soll der Anwohnerschaft ohne die Chance zur Mitsprache aufgezwungen werden. Dazu sagen wir NEIN!

Konkret: Das Bezirksamt plant folgende Maßnahmen auf der Hüsunginsel, die von der Anwohnerschaft nahezu geschlossen abgelehnt werden:

  • Mehr als 50 Prozent der Bäume sollen »entnommen« werden, was im Klartext bedeutet, dass gesunde Bäume der Kettensäge zum Opfer fallen. Deren Wachstum haben Teile der Anwohnerschaft über Jahrzehnte verfolgen können.
  • Die Hecke soll komplett weggerissen und neu gepflanzt werden.
  • Obendrein soll der Rasen mit seinen wunderschönen Frühblühern zerstört und neu angelegt werden.

Dazu sagen wir NEIN!

Diese Aufstellung ist der schriftlichen Auskunft von Stadtbaurat Thomas Blesing vom 14. Februar 2011 entnommen, die wir beifügen.
Was ist die Motivation des Bezirksamtes für diese Planungen?
Kurz nach Verleihung des UNESCO-Welterbetitels wurde von der Bundesregierung das finanziell gut ausgestattete Welterbestättenprogramm aufgelegt. Ein seltener Glücksfall, der es dem Bezirksamt ermöglicht, lange Zeit Versäumtes in Ordnung zu bringen und auch einige Grünbereiche wieder denkmalgerecht herzurichten. Das ist aber nicht immer gelungen.
So wurde der Hufeisenvorplatz zu einer naturfernen und öden, aber denkmalgerechten und pflegearmen Brache verwandelt, die gesunden Hainbuchen rund ums Hufeisengebäude durch denkmalgerechte Kugelrobinien ersetzt. Bei aller Kritik sind dies Schritte, die sich mit einigen Anstrengungen durchaus begründen lassen.

Die Situation auf der Hüsunginsel ist mit den vorgenannten Projekten in keiner Weise vergleichbar: Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben über Jahrzehnte die unterschiedlichsten Bewuchsformen erlebt. Das Grün war immer lebendig und konnte sich entwickeln – ganz so, wie Bruno Taut es gedacht hat. Die jetzige Gestalt verleiht dem Hüsung seinen anheimelnden, dorfangerähnlichen Charakter. Nicht umsonst verweilen viele Touristen unter der zentralen Linde und nehmen die Atmosphäre auf.

Richtig ist, dass die Hüsunginsel der Pflege bedarf. Es darf aber nicht sein, dass jahrelanges Nichtstun des Bezirksamtes mit einer einmalig aus dem Welterbestättenprogramm finanzierten Gewaltaktion ausgeglichen wird. Es darf nicht sein, dass unter dem Deckmäntelchen der Denkmalpflege gesunde Bäume »entnommen« werden und die Anmutung der Hüsunginsel gegen den Willen der Anwohnerschaft zerstört wird. Dazu sagen wir NEIN!

Wir fordern als Anwohnerschaft und als steuerzahlende Bürgerinnen und Bürger:

  • Keine Fällungen! Statt dessen: moderates Beschneiden des Baumbestandes und Anpflanzung von zwei weiteren Bäumen im Westteil der Hüsunginsel!
  • Erhalt der Frühblüher! Aufarbeiten der Rasenflächen statt Neuanlage!
  • Erstellung eines Gutachtens durch eine neutrale Stelle, ob es möglich ist, die Hecken aufzuforsten!
  • Nachhaltige Verwendung der verfügbaren öffentlichen Gelder. Dauerhafte Pflege statt aktionistischer Baumfällungen.

Dazu sagen wir JA!

Für unser Anliegen brauchen wir jede Unterstützung. Wir vertrauen darauf, dass auch Sie sich persönlich engagieren, um die Planungen des Bezirksamtes in sinnvolle Bahnen zu lenken und sind schon sehr gespannt zu erfahren, was Sie unternehmen werden. Und: Eile ist geboten. Die Fällperiode beginnt schon in Kürze!

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Antwort an Stadtrat Blesing mit Unterschriftensammlung

Ihr Schreiben vom 14. Februar 2011 zu den geplanten Arbeiten am Grün der Hüsung-Insel

Sehr geehrter Herr Blesing,

wir danken Ihnen für die Darlegung der geplanten Arbeiten auf der Hüsung-Insel. Leider ist der Detaillierungsgrad Ihrer Ausführungen insbesondere zu den Fällarbeiten aus unserer Sicht unzureichend.
Weder Ihr vorgenanntes Schreiben noch Ihre Darlegungen auf der Informationsveranstaltung in der Fritz-Karsen-Schule konnten uns überzeugen. Trotz eines hohen Interesses am Denkmalschutz im UNESCO-Welterbe Hufeisensiedlung können wir keine nachvollziehbaren gartendenkmalschützerischen Grundlagen für einen derart tiefen Eingriff in das gewachsene Grün der Hüsung-Insel erkennen.

Als ersten Schritt übersenden wir daher eine Unterschriftensammlung, die zunächst ausschließlich im Hüsung durchgeführt wurde.  Die Unterschriften wurden – dies sei offen angemerkt – bereits überwiegend vor Kenntnis Ihres o.g. Schreibens (*) gesammelt.

Kurz zusammengefasst: Die Anwohnerschaft lehnt die von Ihnen geplante »Entnahme« von Bäumen und weitere Arbeiten am Grün der Hüsung-Insel ab!

* Einzige substantielle Abweichung ist dieHerkunft der Gelder. Diese kommennicht von der EU, sondern aus einem Sonderprogramm der Bundesregierung.

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Antwort des Bezirksamtes zu den geplanten Fällungen im Hüsung

Diese Antwort erreichte uns mit Absendedatum 14. Februar 2011 – also fristgerecht.

Sehr geehrte (diverse Namen),

grundsätzlich ist es richtig, dass eine gartendenkmalpflegerische Umgestaltung der öffentlichen Bereiche der Hufeisensiedlung — also auch des Bereiches des Dorfangers Hüsung stattfindet. Es werden jedoch keine Fällarbeiten in diesem Bereich in Kürze stattfinden.

Wie Sie sicherlich schon bemerkt haben, werden derzeit Arbeiten zur denkmalpflegerischen Umgestaltung der Grünanlage Hufeisenteich einschließlich der Herrichtung der Freitreppe durchgeführt. Diese Arbeiten und die Umgestaltung des Vorplatzes an der Fritz-Reuter-Allee stehen in diesem Jahr im Vordergrund der landschaftsgärtnerischen Arbeiten.
Die Arbeiten im Bereich Hüsung werden frühestens im Herbst 2011 beginnen. Ziel der Umgestaltung dieser Angerfläche ist das Freistellen der zentralen Linde mit dem Rondell und der umlaufenden Bank. Deshalb werden einzelne Bäume und Sträucher entnommen.

Die umlaufende, lückige Ligusterhecke wird neu aufgepflanzt. Die wassergebundenen Wegeflächen werden ebenso wie die Einfassungen und das Tiergartengitter erneuert. Die Rasenflächen werden überarbeitet.

Alle Maßnahmen sind mit dem Landesdenkmalamt durch die Fertigung einer sogenannten  Bauplanungsunterlage abgestimmt. Die Naturschutzverbände NABU und BUND haben diese Unterlagen eingesehen. Diese Unterlagen liegen somit in geprüfter Form vor und dienen dem Naturschutz- und Grünflächenamt als Handlungsgrundlage.

Ich bedauere, wenn die den Hüsung betreffenden Eingriffe in der Informationsveranstaltung des Bezirksamtes am 21.04.2010 nicht deutlich genug geworden sind. Zugleich bin ich mir bewusst, dass über die anstehenden Maßnahmen in der Bewohnerschaft ein Pro und Contra herrscht – wie dies bei vielen öffentlichen Maßnahmen der Fall ist -‚ hier aber allein die fachlichen Erwägungen in Bezug auf die  gartendenkmalpflegerische Umgestaltung ausschlaggebend sind.

– Schlussformel und Unterschrift Hr. Blesing –

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Brief an Stadtbaurat Blesing zur Offenlegung der Planungen für die Hüsunginsel

Arbeiten am Grün des Hüsung in der Hufeisensiedlung

Sehr geehrter Herr Blesing,

wie wir erfahren haben, sollen in Kürze auch im Hüsung Fällarbeiten durchgeführt werden. Dies ist auf der Informationsveranstaltung Ihrer Behörde in der Fritz-Karsen-Schule so nicht deutlich geworden.

Um es in aller Klarheit zu sagen: Wir werden Fällungen im Hüsung nicht einfach stillschweigend hinnehmen und wissen viele Nachbarinnen und Nachbarn an unserer Seite! Wir bringen unsere Haltung zum Ausdruck, bevor mit Axt und Kettensäge Tatsachen geschaffen werden!

Wir haben unser Haus im Hüsung sehr bewusst gekauft und lieben die Dorfangeratmosphäre, die maßgeblich vom gewachsenen Grün bestimmt wird. Viele unserer Nachbarinnen und Nachbarn sind mit diesen Bäumen aufgewachsen. Den Bestand dieser Bäume zu dezimieren, würde die Stimmung im Hüsung für lange Zeit verändern. Wie schön die Hüsung-Insel ist, davon konnten Sie und Herr Bezirksbürgermeister Buschkowski sich beim letztjährigen Siedlungsfest persönlich überzeugen.

So stolz wir auch auf den Status des UNESCO-Welterbes sind, so wenig können wir Anhaltspunkte für ein denkmalschützerisches Erfordernis der offenkundig geplanten Baumfällungen entdecken.

Wir bitten Sie, uns bis zum Freitag, den 18. Februar, in einer Form über die geplanten Arbeiten zu informieren, dass wir uns als Anwohnerschaft des Hüsung selber ein Bild davon machen können. Die Erstunterzeichnenden werden Ihre Antwort gern in der Nachbarschaft verteilen.

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