Brief an Stadtbaurat Blesing zur Offenlegung der Planungen für die Hüsunginsel

Arbeiten am Grün des Hüsung in der Hufeisensiedlung

Sehr geehrter Herr Blesing,

wie wir erfahren haben, sollen in Kürze auch im Hüsung Fällarbeiten durchgeführt werden. Dies ist auf der Informationsveranstaltung Ihrer Behörde in der Fritz-Karsen-Schule so nicht deutlich geworden.

Um es in aller Klarheit zu sagen: Wir werden Fällungen im Hüsung nicht einfach stillschweigend hinnehmen und wissen viele Nachbarinnen und Nachbarn an unserer Seite! Wir bringen unsere Haltung zum Ausdruck, bevor mit Axt und Kettensäge Tatsachen geschaffen werden!

Wir haben unser Haus im Hüsung sehr bewusst gekauft und lieben die Dorfangeratmosphäre, die maßgeblich vom gewachsenen Grün bestimmt wird. Viele unserer Nachbarinnen und Nachbarn sind mit diesen Bäumen aufgewachsen. Den Bestand dieser Bäume zu dezimieren, würde die Stimmung im Hüsung für lange Zeit verändern. Wie schön die Hüsung-Insel ist, davon konnten Sie und Herr Bezirksbürgermeister Buschkowski sich beim letztjährigen Siedlungsfest persönlich überzeugen.

So stolz wir auch auf den Status des UNESCO-Welterbes sind, so wenig können wir Anhaltspunkte für ein denkmalschützerisches Erfordernis der offenkundig geplanten Baumfällungen entdecken.

Wir bitten Sie, uns bis zum Freitag, den 18. Februar, in einer Form über die geplanten Arbeiten zu informieren, dass wir uns als Anwohnerschaft des Hüsung selber ein Bild davon machen können. Die Erstunterzeichnenden werden Ihre Antwort gern in der Nachbarschaft verteilen.

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Unterschriftenaktion gegen die Baumfällungen auf der Hüsunginsel

Wir dokumentieren hier den Originaltext der ersten Unterschriftenaktion gegen die Baumfällungen im Wortlaut. Zum damaligen Zeitpunkt war noch die Fehlinformation im Umlauf, wonach die Arbeiten aus EU-Mitteln finanziert würden. Richtig ist, dass die Gelder aus dem Welterbeprogramm im Rahmen des Konjunkturpaketes I der Bundesregierung stammen. Wenn Sie mögen, können Sie hier und jetzt über die Kommentarfunktion dieses Artikels dem Aufruf beitreten.

Verschwenderischer Umgang mit Fördermitteln der EU im Hüsung!
Die Anwohner im Hüsung fordern die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf, die geplanten gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen kritisch zu überprüfen und zu modifizieren!
Die Bauplanungsunterlagen sehen für veranschlagte Gesamtkosten in Höhe von 110.000 € vor:

  • Fällung von 3 Linden, 1 Kirsche und 3 Felsenbirnen. Die Bäume sind gesund, schön, standfest und beschatten keine Wohnungen. Sie bieten Vögeln Nistmöglichkeiten und Lebensraum. Sie sind ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz und liefern Sauerstoff.
  • Komplette Rohdung von 185 m Heckeneinfassung und Pflanzung einer neuen kleinwüchsigen Hecke.
  • Komplette Entfernung von 560 qm Wiese mit 85 cbm Oberboden und anschließender Neuanlage inklusive Anlieferung und Einbau von 90 cbm Oberboden
  • Umfangreiche Pflegeschnittmaßnahmen an den verbleibenden Bäumen

Die Bäume und Felsenbirnen dürfen nicht gefällt werden!!! Nach Auffassung der Anwohner sind geringfügige Erhaltungsschnitte an den Bäumen, die Nachpflanzung von Heckenteilen und die Nachsaat sowie ein Vertikutieren und Düngen des vorhandenen Rasens völlig ausreichend, um ein ansprechendes und gartendenkmalgerechtes Bild zu erzielen!
Fördermittel der EU sind Steuergelder, die nicht verschwendet werden dürfen!

Ein Teil der Anwohner unter der Linde mit den gelben Schildern.

Ein Teil der Anwohner unter der Linde mit den gelben Schildern. Klicken für größere Darstellung

Diese Erklärung wurde von 38 der 40 Hüsunganrainerhaushalte unterzeichnet!

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