Schreiben an den Bundesverkehrsminister

geplante Baumfällungen auf der Hüsunginsel im UNESCO-Welterbe Hufeisensiedlung

Sehr geehrter Herr Minister,

als Bewohner des UNESCO-Weltkulturerbes Hufeisensiedlung begrüßen wir es sehr, dass es die Bundesregierung mit dem Welterbestättenprogramm möglich macht, in der Vergangenheit Versäumtes nachzuholen. Leider sind einzelne Arbeitspakete in der Hufeisensiedlung so gestaltet, dass sie von der Bewohnerschaft nicht akzeptiert werden können.

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Die Piraten entern die Hüsunginsel

Piraten entern die Hüsunginsel

Zwei Piraten auf der Hüsunginsel

Am späten Freitagnachmittag hieß es »Piraten Ahoi« auf der Hüsunginsel. Steffen Burger, frisch gewähltes Mitglied der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung war zusammen mit »Kunterbunt« der Einladung der Hüsunganwohner gefolgt, sich ein Bild vor Ort zu machen. Sehr bemerkenswert war die große Ernsthaftigkeit, mit der die beiden Vertreter der Piraten-Partei sich die Anliegen anhörten. Warum, das wurde schnell klar, denn diese junge Partei tritt sehr entschieden dafür ein, dass Bürgerbeteiligung dann erfolgen muss, wenn Eingriffe ins unmittelbare Wohnumfeld vorgenommen werden sollen. In diesem Sinne ist rund um die geplanten Arbeiten an der Hüsunginsel so einiges nicht optimal gelaufen: Es gab zwar eine Informationsveranstaltung des Bezirksamtes im Oktober 2010. Eine Skizze zu den Hüsungplanungen für gefühlte fünf  Sekunden zu zeigen, dürfte mit Bürgerbeteiligung nach Sichtweise der Piraten-Partei nichts zu tun haben, wie ein Anwohner sagte. Kein Wunder, dass kurz darauf eine Unterschriftenaktion durchgeführt wurde.

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Joschka Langenbrinck besucht die Hüsunginsel

Joschka Langenbrinck besucht Huesunginsel

Joschka Langenbrinck besucht Hüsunginsel zu später Abendstunde

Es ist schon bemerkenswert, wenn ein Kandidat kurz vor dem Wahltermin im Hüsung vorbeischaut, um sich selber ein Bild von der Situation zu machen. Joschka Langenbrinck kam am Freitag zu abendlicher Stunde direkt vom Straßenwahlkampf zu uns und hörte vor allem zu. Aus dem eigentlich geplanten kurzen Besuch entwickelte sich ein langes, intensives Gespräch über das Grün der Hüsunginsel, aber auch den Denkmalschutz in unserem Welterbe.

Wie die anderen Bewerber zum Berliner Abgeordnetenhaus, die uns besuchten, zeigte sich auch Joschka Langenbrinck beeindruckt von der idyllischen Stimmung der Hüsunginsel, die wesentlich vom Baumbestand bestimmt wird. Im Gespräch machten Anwohnerinnen und Anwohner deutlich, dass es ihnen nicht darum geht, Denkmalpflege zu verhindern. Vielmehr ginge es darum, eine Denkmalpflege mit Augenmaß einzufordern, die den Willen der Bewohnerschaft einbezieht. Was hingegen keinerlei Akzeptanz findet, ist eine einmalige aktionistische Sanierung, die den Charakter der Hüsunginsel dauerhaft schädigt und die auch denkmalpflegerisch schwer zu begründen ist.

Mit großem Interesse hörte Joschka Langenbrinck sich die Alternative an: Behutsame Aufarbeitung der Hecken und des Rasens, Erhalt der Bäume und Umwidmung der vorhandenen Mittel für eine nachhalte Pflege der Hüsunginsel für die Dauer von zehn Jahren.

Als Langenbrinck den Heimweg antrat, war es dunkle Nacht geworden. Es war der Besuch eines SPD-Kandidaten in einer Siedlung, die lange Zeit von engagierten Sozialdemokraten geprägt wurde.

Update: Auch Joschka Langenbrinck berichtet über seinen Besuch bei uns auf seiner Website und zwar hier.

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Sabine Toepfer-Kataw besucht die Hüsunginsel

Foto: Besuch Sabine Toepfer-Kataw

Besuch Sabine Toepfer-Kataw

Unser Anliegen, insbesondere die Fällung von sieben Bäumen auf der Hüsunginsel zu verhindern, findet immer mehr Gehör in der Politik: Heute besuchte uns die CDU-Wahlkreiskandidatin, Frau Sabine Toepfer-Kataw. Sie kam nicht allein, sondern brachte gleich die zukünftige Britzer Bezirksverordnete Elfriede Manteuffel mit. Es war deutlich zu merken, dass es Beiden sehr wichtig war, mit den Anwohnerinnen und Anwohnern ins Gespräch zu kommen und zu hören, was diese zum Aufbegehren gegen die Planungen des Bezirksamtes motiviert. Diese werden umso schwerer nachvollziehbar, wenn man das Geplante mit eigenen Augen sieht. Im Gespräch wurde sehr schnell Einigkeit erzielt, was die Bäume angeht: Diese müssen bleiben. Kaum begründbar erschien Frau Toepfer-Kataw und Frau Manteuffel das Vorhaben, die Rasenflächen komplett zu erneuern und die Hecken neu anzupflanzen. Die Hinweise der Hüsungnachbarschaft, dass die breiten Lücken geschaffen wurden, um Gärtnern mit ihren Rasenmähern einen einfachen Zugang zur Hüsunginsel zu ebnen, stießen jedenfalls auf offene Ohren. Aber auch das sind Lücken, die sich durch Nachpflanzungen schließen lassen, wenn man nur will. Nur noch Kopfschütteln löste der Hinweis aus, dass das Bezirksamt offenkundig die komplette Hüsunginsel mit eisernen »Tiergartenbändern« umgeben will.

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Bertil Wewer besucht die Hüsunginsel

Bertil Wewer besucht die Hüsunginsel und spricht mit Vertretern der Anwohner

von links nach rechts: Florian Kiefer mit Sohn, Bernd Szczepanski, Bertil Wewer, Dr. Mielke, Dr. Bernhard Jenschke. Klick für größere Darstellung.

So stellt man sich das vor: Ein Kandidat schaut einen nicht nur vom Wahlplakat an, sondern kommt auch vorbei, um sich selber ein Bild vor Ort zu machen. Und sich auch vom kräftigen Regen davon nicht abhalten lässt. Für die Anwohner der Hüsunginsel war es eine sehr positive Überraschung, dass Bertil Wewer (Grüne) nicht nur spontan vorbei kam, sondern auch gleich den  Fraktionsvorsitzenden der Grünen in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung, Bernd Szczepanski. mitbrachte. So waren alle Voraussetzungen erfüllt, den Willen der Anwohner nicht nur zu erläutern, sondern auch gleich über Handlungsmöglichkeiten eingehend zu diskutieren. Die Vertreter der Anwohner werden die Anregungen gern aufgreifen und in die Tat umsetzen.

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Keine Baumfällungen im Hüsung in der Hufeisensiedlung

Die Hufeisensiedlung ist UNESCO-Weltkulturerbe. Auch der Anwohnerschaft der Hüsunginsel ist bewusst, dass damit entsprechend hohe Denkmalschutzauflagen verbunden sind. Aber es gibt Grenzen! Und diese werden bei den Planungen für die Hüsunginsel weit überschritten. Was das Bezirksamt dort plant, soll der Anwohnerschaft ohne die Chance zur Mitsprache aufgezwungen werden. Dazu sagen wir NEIN!

Konkret: Das Bezirksamt plant folgende Maßnahmen auf der Hüsunginsel, die von der Anwohnerschaft nahezu geschlossen abgelehnt werden:

  • Mehr als 50 Prozent der Bäume sollen »entnommen« werden, was im Klartext bedeutet, dass gesunde Bäume der Kettensäge zum Opfer fallen. Deren Wachstum haben Teile der Anwohnerschaft über Jahrzehnte verfolgen können.
  • Die Hecke soll komplett weggerissen und neu gepflanzt werden.
  • Obendrein soll der Rasen mit seinen wunderschönen Frühblühern zerstört und neu angelegt werden.

Und das sind die Bäume, die bleiben würden, wenn es nach dem zuständigen Planungsbüro ginge:

Hüsung nach dem Kahlschlag

Verbleibende Hüsungbäume nach dem denkmalpflegerischen Eingriff. Klicken für größere Darstellung.

Dazu sagen wir NEIN!

Diese Aufstellung ist einer schriftlichen Auskunft von Stadtbaurat Thomas Blesing vom 14. Februar 2011 entnommen.

Was ist die Motivation des Bezirksamtes für diese Planungen?

Kurz nach Verleihung des UNESCO-Welterbetitels wurde von der Bundesregierung das finanziell gut ausgestattete Welterbestättenprogramm aufgelegt. Ein seltener Glücksfall, der es dem Bezirksamt und anderen Beteiligten ermöglicht, lange Zeit Versäumtes in Ordnung zu bringen und auch einige Grünbereiche wieder denkmalgerecht herzurichten. Das ist aber nicht immer gelungen.

So wurde der Hufeisenvorplatz zu einer naturfernen und öden, aber denkmalgerechten und pflegearmen Brache verwandelt, die gesunden Hainbuchen rund ums Hufeisengebäude durch denkmalgerechte Kugelrobinien ersetzt. Bei aller Kritik sind dies Schritte, die sich mit einigen Anstrengungen durchaus begründen lassen.

Die Situation auf der Hüsunginsel ist mit den vorgenannten Projekten in keiner Weise vergleichbar: Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben über Jahrzehnte die unterschiedlichsten Bewuchsformen erlebt. Das Grün war immer lebendig und konnte sich entwickeln – ganz so, wie Bruno Taut es gedacht hat. Die jetzige Gestalt verleiht dem Hüsung seinen anheimelnden, dorfangerähnlichen Charakter. Nicht umsonst verweilen viele Touristen unter der zentralen Linde und nehmen die Atmosphäre auf.

Richtig ist, dass die Hüsunginsel der Pflege bedarf.

Es darf aber nicht sein, dass jahrelanges Nichtstun des Bezirksamtes mit einer einmalig aus dem Welterbestättenprogramm finanzierten Gewaltaktion ausgeglichen wird. Pflege bedeutet mehr, als zweimal im Jahr den Rasen zu mähen!

Es darf nicht sein, dass unter dem Deckmäntelchen der Denkmalpflege gesunde Bäume »entnommen« werden und die Anmutung der Hüsunginsel gegen den Willen der Anwohnerschaft zerstört wird. Dazu sagen wir NEIN!

Wir fordern als Anwohnerschaft und als steuerzahlende Bürgerinnen und Bürger:

  1. Keine Fällungen! Statt dessen: moderates Beschneiden des Baumbestandes und Anpflanzung von zwei weiteren Bäumen im Westteil der Hüsunginsel!
  2. Erhalt der Frühblüher! Aufarbeiten der Rasenflächen statt Neuanlage!
  3. Erstellung eines Gutachtens durch eine neutrale Stelle, ob es möglich ist, die Hecken aufzuforsten!
  4. Nachhaltige Verwendung der verfügbaren öffentlichen Gelder. Dauerhafte, also nachhaltige Pflege statt aktionistischer Baumfällungen.

Dazu sagen wir Ja!

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Schreiben an Staatssekretärin Hella Dunger-Löper anlässlich der Eröffnung der Infostation in der Hufeisensiedlung am 24. August 2012

Als wir erfuhren, dass die Eröffnung der Eröffnung der Infostation in der Hufeisensiedlung am 24. August 2012 in Anwesenheit von Frau Staatssekretärin Hella stattfinden würde, wandten wir uns mit der Bitte um Unterstützung an die Dame:

Eröffnung UNESCO-Infostation am 24. August 2011
hier: geplante Baumfällungen auf der Hüsunginsel

Sehr geehrte Frau Staatssekretärin,

am kommenden Mittwoch werden Sie bei der Eröffnung der UNESCO-Infostation in der Hufeisensiedlung sprechen, zu der die Deutsche Wohnen AG und der BBU gemeinsam einladen. Wie Sie unserem »Logo« entnehmen können, ist es das Anliegen der Hüsung-Anwohnerschaft, mit bürgerschaftlichen Mitteln die Fällung von Bäumen auf der Hüsunginsel zu verhindern. Um dies zu erreichen, haben wir uns mit den zuständigen Neuköllner Behörden in Verbindung gesetzt und auch die Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung um Unterstützung gebeten. Eine kurze Darstellung des Sachverhalts und einige illustrierende Bilder fügen wir als Anlagen bei.

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Schreiben an alle Fraktionsvorsitzenden der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung

Swehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende,

die Hufeisensiedlung ist UNESCO-Weltkulturerbe. Uns ist bewusst, dass damit entsprechend hohe Denkmalschutzauflagen verbunden sind. Aber es gibt Grenzen! Und diese werden bei den Planungen für die Hüsunginsel weit überschritten. Was das Bezirksamt dort plant, soll der Anwohnerschaft ohne die Chance zur Mitsprache aufgezwungen werden. Dazu sagen wir NEIN!

Konkret: Das Bezirksamt plant folgende Maßnahmen auf der Hüsunginsel, die von der Anwohnerschaft nahezu geschlossen abgelehnt werden:

  • Mehr als 50 Prozent der Bäume sollen »entnommen« werden, was im Klartext bedeutet, dass gesunde Bäume der Kettensäge zum Opfer fallen. Deren Wachstum haben Teile der Anwohnerschaft über Jahrzehnte verfolgen können.
  • Die Hecke soll komplett weggerissen und neu gepflanzt werden.
  • Obendrein soll der Rasen mit seinen wunderschönen Frühblühern zerstört und neu angelegt werden.

Dazu sagen wir NEIN!

Diese Aufstellung ist der schriftlichen Auskunft von Stadtbaurat Thomas Blesing vom 14. Februar 2011 entnommen, die wir beifügen.
Was ist die Motivation des Bezirksamtes für diese Planungen?
Kurz nach Verleihung des UNESCO-Welterbetitels wurde von der Bundesregierung das finanziell gut ausgestattete Welterbestättenprogramm aufgelegt. Ein seltener Glücksfall, der es dem Bezirksamt ermöglicht, lange Zeit Versäumtes in Ordnung zu bringen und auch einige Grünbereiche wieder denkmalgerecht herzurichten. Das ist aber nicht immer gelungen.
So wurde der Hufeisenvorplatz zu einer naturfernen und öden, aber denkmalgerechten und pflegearmen Brache verwandelt, die gesunden Hainbuchen rund ums Hufeisengebäude durch denkmalgerechte Kugelrobinien ersetzt. Bei aller Kritik sind dies Schritte, die sich mit einigen Anstrengungen durchaus begründen lassen.

Die Situation auf der Hüsunginsel ist mit den vorgenannten Projekten in keiner Weise vergleichbar: Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben über Jahrzehnte die unterschiedlichsten Bewuchsformen erlebt. Das Grün war immer lebendig und konnte sich entwickeln – ganz so, wie Bruno Taut es gedacht hat. Die jetzige Gestalt verleiht dem Hüsung seinen anheimelnden, dorfangerähnlichen Charakter. Nicht umsonst verweilen viele Touristen unter der zentralen Linde und nehmen die Atmosphäre auf.

Richtig ist, dass die Hüsunginsel der Pflege bedarf. Es darf aber nicht sein, dass jahrelanges Nichtstun des Bezirksamtes mit einer einmalig aus dem Welterbestättenprogramm finanzierten Gewaltaktion ausgeglichen wird. Es darf nicht sein, dass unter dem Deckmäntelchen der Denkmalpflege gesunde Bäume »entnommen« werden und die Anmutung der Hüsunginsel gegen den Willen der Anwohnerschaft zerstört wird. Dazu sagen wir NEIN!

Wir fordern als Anwohnerschaft und als steuerzahlende Bürgerinnen und Bürger:

  • Keine Fällungen! Statt dessen: moderates Beschneiden des Baumbestandes und Anpflanzung von zwei weiteren Bäumen im Westteil der Hüsunginsel!
  • Erhalt der Frühblüher! Aufarbeiten der Rasenflächen statt Neuanlage!
  • Erstellung eines Gutachtens durch eine neutrale Stelle, ob es möglich ist, die Hecken aufzuforsten!
  • Nachhaltige Verwendung der verfügbaren öffentlichen Gelder. Dauerhafte Pflege statt aktionistischer Baumfällungen.

Dazu sagen wir JA!

Für unser Anliegen brauchen wir jede Unterstützung. Wir vertrauen darauf, dass auch Sie sich persönlich engagieren, um die Planungen des Bezirksamtes in sinnvolle Bahnen zu lenken und sind schon sehr gespannt zu erfahren, was Sie unternehmen werden. Und: Eile ist geboten. Die Fällperiode beginnt schon in Kürze!

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Antwort an Stadtrat Blesing mit Unterschriftensammlung

Ihr Schreiben vom 14. Februar 2011 zu den geplanten Arbeiten am Grün der Hüsung-Insel

Sehr geehrter Herr Blesing,

wir danken Ihnen für die Darlegung der geplanten Arbeiten auf der Hüsung-Insel. Leider ist der Detaillierungsgrad Ihrer Ausführungen insbesondere zu den Fällarbeiten aus unserer Sicht unzureichend.
Weder Ihr vorgenanntes Schreiben noch Ihre Darlegungen auf der Informationsveranstaltung in der Fritz-Karsen-Schule konnten uns überzeugen. Trotz eines hohen Interesses am Denkmalschutz im UNESCO-Welterbe Hufeisensiedlung können wir keine nachvollziehbaren gartendenkmalschützerischen Grundlagen für einen derart tiefen Eingriff in das gewachsene Grün der Hüsung-Insel erkennen.

Als ersten Schritt übersenden wir daher eine Unterschriftensammlung, die zunächst ausschließlich im Hüsung durchgeführt wurde.  Die Unterschriften wurden – dies sei offen angemerkt – bereits überwiegend vor Kenntnis Ihres o.g. Schreibens (*) gesammelt.

Kurz zusammengefasst: Die Anwohnerschaft lehnt die von Ihnen geplante »Entnahme« von Bäumen und weitere Arbeiten am Grün der Hüsung-Insel ab!

* Einzige substantielle Abweichung ist dieHerkunft der Gelder. Diese kommennicht von der EU, sondern aus einem Sonderprogramm der Bundesregierung.

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Antwort des Bezirksamtes zu den geplanten Fällungen im Hüsung

Diese Antwort erreichte uns mit Absendedatum 14. Februar 2011 – also fristgerecht.

Sehr geehrte (diverse Namen),

grundsätzlich ist es richtig, dass eine gartendenkmalpflegerische Umgestaltung der öffentlichen Bereiche der Hufeisensiedlung — also auch des Bereiches des Dorfangers Hüsung stattfindet. Es werden jedoch keine Fällarbeiten in diesem Bereich in Kürze stattfinden.

Wie Sie sicherlich schon bemerkt haben, werden derzeit Arbeiten zur denkmalpflegerischen Umgestaltung der Grünanlage Hufeisenteich einschließlich der Herrichtung der Freitreppe durchgeführt. Diese Arbeiten und die Umgestaltung des Vorplatzes an der Fritz-Reuter-Allee stehen in diesem Jahr im Vordergrund der landschaftsgärtnerischen Arbeiten.
Die Arbeiten im Bereich Hüsung werden frühestens im Herbst 2011 beginnen. Ziel der Umgestaltung dieser Angerfläche ist das Freistellen der zentralen Linde mit dem Rondell und der umlaufenden Bank. Deshalb werden einzelne Bäume und Sträucher entnommen.

Die umlaufende, lückige Ligusterhecke wird neu aufgepflanzt. Die wassergebundenen Wegeflächen werden ebenso wie die Einfassungen und das Tiergartengitter erneuert. Die Rasenflächen werden überarbeitet.

Alle Maßnahmen sind mit dem Landesdenkmalamt durch die Fertigung einer sogenannten  Bauplanungsunterlage abgestimmt. Die Naturschutzverbände NABU und BUND haben diese Unterlagen eingesehen. Diese Unterlagen liegen somit in geprüfter Form vor und dienen dem Naturschutz- und Grünflächenamt als Handlungsgrundlage.

Ich bedauere, wenn die den Hüsung betreffenden Eingriffe in der Informationsveranstaltung des Bezirksamtes am 21.04.2010 nicht deutlich genug geworden sind. Zugleich bin ich mir bewusst, dass über die anstehenden Maßnahmen in der Bewohnerschaft ein Pro und Contra herrscht – wie dies bei vielen öffentlichen Maßnahmen der Fall ist -‚ hier aber allein die fachlichen Erwägungen in Bezug auf die  gartendenkmalpflegerische Umgestaltung ausschlaggebend sind.

– Schlussformel und Unterschrift Hr. Blesing –

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